Mediation Gesamtausbildung Start: 30. April 2026
Mediation Gesamtausbildung
FSM anerkannt
Ausbildung in Mediation
Die Teilnehmenden der Mediationsausbildung absolvieren zunächst die gleiche Grundausbildung wie im Lehrgang «Mediation Basis», jedoch ohne die Abschlussprüfung «Vermittlung».
Praxisvertiefung und Supervision
Zur Festigung und Vertiefung der erlernten Kompetenzen werden in Kleingruppen (max. 9 Personen) Praxisfälle aus verschiedenen Bereichen der Mediation sowie Fragestellungen im mediativen Kontext bearbeitet. Dies erfolgt im Rahmen von Mediations-Supervisionen, die von erfahrenen Supervisorinnen und Supervisoren geleitet werden.
Ziel ist die konkrete Umsetzung des Gelernten, ein erfolgreicher Praxistransfer sowie eine professionelle Begleitung beim Einstieg in die eigene Praxis.
Aufbaumodule
In den zwei Aufbaumodulen Familienmediation und Wirtschaft erwerben die Teilnehmenden zusätzliche fachspezifische Kenntnisse.
Damit auch Personen ohne juristische Vorkenntnisse – insbesondere im Aufbaulehrgang Familienmediation – optimal profitieren, umfasst die Gesamtausbildung zwei zusätzliche Kurstage, die einen Überblick über das für Mediation relevante Recht vermitteln.
Selbstorganisierte Gruppenarbeit
Parallel zu den Präsenzveranstaltungen sind insgesamt 24 Stunden Kleingruppenarbeit innerhalb der Ausbildungsgruppen zu absolvieren.
Abschluss und Zertifizierung
Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung kann die Zertifizierung als Mediator/-in beim FSM (Federation Suisse Mediation) sowie beim BM (Bund für Mediation) beantragt werden.
Kompetenzen
Absolventinnen und Absolventen des Grund- und Aufbaumoduls sind befähigt, Mediationen sowie anspruchsvolle mediationsnahe Interventionen selbstständig durchzuführen.
Ausbildungsumfang
| Mediation Basis | 6 Module à 3 Tage → 120 Stunden |
| Supervision | 6 Tage à 6.66 Std. → 40 Stunden |
| Recht und Mediation | 2 Tage → 12 Stunden |
| Aufbaumodul Familienmediation | 3 Tage → 20 Stunden |
| Aufbaumodul Wirtschaftsmediation I | 3 Tage → 20 Stunden |
| Peergruppenarbeit | → 24 Stunden |
| Gesamtumfang | → 236 Stunden |
Hinweis:
100 % Präsenzpflicht
Individuelle Terminplanung bei den Aufbaumodulen möglich
Abschluss
Für die Beantragung des Titels Mediatorin / Mediator FSM ist eine Abschlussarbeit* erforderlich.
*Korrektur kostenpflichtig.
Rahmendaten
| Kursort | Webergasse 15, 9000 St. Gallen |
| Kurszeiten | Montag – Freitag: 09:00 – 17:00 Uhr Samstag: 09:00 – 16:00 Uhr |
Investition
→ CHF 9’480.–
Bonus:
Vergünstigung für Teilnehmende bis 28 Jahre – kontaktieren Sie uns für weitere Informationen.
Termine Ausbildung Mediation BASIS (M3FS26)
| Modul 1 | 30. April – 02. Mai 2026 |
| Modul 2 | 25. – 27. Juni 2026 |
| Modul 3 | 03. – 05. September 2026 (Tag 1 online) |
| Modul 4 | 22. – 24. Oktober 2026 |
| Modul 5 | 21. – 23. Januar 2027 |
| Modul 6 | 18. – 20. März 2027 |
Termine Supervision
| Tag 1 | 30. Juni 2027 |
| Tag 2 | 18. August 2027 |
| Tag 3 | 10. November 2027 |
| Tag 4 | 23. Februar 2028 |
| Tag 5 + 6 | 30. + 31. Mai 2028 |
Aufbaumodule
| Recht in der Mediation | Termin folgt |
| Familienmediation | Termin folgt |
| Wirtschaftsmediation I | Termin folgt |
| Wirtschaftsmediation II | Termin folgt |
Curriculum
Basis Mediation 6 Module à 3 Tage
Modul 1: «Überblick»
Inhalt: Bauplan der Mediation, Zeitmanagement, Mediationsvertrag, Rollenklärung, Kosten, Haltung, Definition, Anwendungsgebiet. Einführung in alle Phasen.
Techniken: zusammenfassen, wertschätzen, normalisieren, Regeln, Fragetechnik.
Reflexion: Körperhaltung, Allparteilichkeit, Sitzstellung, Nähe und Distanz, Individualität, Präsenz.
Übungsfall: Miete, Bau, Nachbarschaft.
Modul 2: «Vertiefung»
Inhalt: Zeitmanagement, Hypothesen, Window 1 + 2, Übergänge, Shuttle. Alle Phasen ausführlicher, Mehrparteienmediation (MPM), besondere Vorlaufphasen, Abschluss.
Techniken: Diagramme, Zukunftsorientierung, Fragetechnik 2, Partialisieren, Visualisieren.
Reflexion: Gender, Generationen, Balance in MPM, Wahrnehmungsfähigkeit, harmonisieren.
Übungsfall: Erbe.
Modul 3: «Erweiterung»
Inhalt: Akquisition, Macht/Recht/Mediation, Konfliktstrategien, Eskalationsstufen, Konflikt mit verschiedenen Ebenen (Macht, Hierarchie). Interessen und Optionen, verhandeln, Fairnesskriterien.
Techniken: Konfliktspielbilder, Paraphrasieren, Konsensfindung, Fragen, Co-Arbeit.
Reflexion: Haltung zu Konflikten, Optionalität, Ethik.
Übungsfall: Institutionen.
Modul 4: «Verfeinerung»
Inhalt: Ziel des 4. Moduls ist es – neben ergänzender, phasenunabhängiger Theorieerweiterung – die Möglichkeit zu nutzen, weitere Klärung im Phasenmodell zu schaffen und an der eigenen mediativen Haltung zu arbeiten. Schwerpunkt ist die 2. Hälfte der Mediation, Phasen 4, 5 und 6. Eskalationsstufen, Fairness und Gerechtigkeit.
Techniken: Verhandlungsvarianten, Memorandum, Diagramme, Wertebild.
Reflexion: Körpersprache, Abbruch.
Übungsfall: Umwelt.
Modul 5: «Sicherheit»
Inhalt: Ziel des 5. Moduls ist es, einen Fall von Anfang bis Ende in Co-Arbeit zu mediieren. Die letzten theoretischen Inhalte werden dazwischen vermittelt. Co-Arbeit, Verbindung zwischen Phasen und Techniken, Kurzmediation, Akquisition. Alle Phasen, Abschluss, Postmediation.
Techniken: Konfliktspielbilder.
Reflexion: Mediation als Ganzes, Ausblick.
Fälle: Medizinalbereich und Versicherungskader.
Modul 6: «Veredelung»
Demonstration: Live-Mediation durchgeführt von Markus Murbach (Donnerstag, ganzer Vormittag).
Inhalt: Verbindung zwischen 6 Phasen und phasenunabhängigen Bausteinen, Akquisition, Kurz-Zeit-Mediation, Einparteienmediation. Alle Phasen.
Techniken: Hypothesenbildung, Mentale Vorbereitung.
Reflexion: Ordnung ins System, Gesamtrepetition, individuelle Defiziteliminierung, Einbettung von Phasen und Techniken, Ausblick.
Aufbauteil
→ Supervision
Die Supervisionen werden in Übungsgruppen mit maximal 9 Teilnehmern durchgeführt unter der Leitung (abwechselnd) von Michaela Hebsacker, Brigitte Vogler und Markus Murbach, die auch hier mittels Hypothesen und Optionen ihren grossen Wissensschatz an Praxiserfahrung mit einbringen. Wichtig für die Supervisionsarbeit ist strengste Vertraulichkeit der besprochenen Fälle und Situationen.
Ziel
› Reflektieren eigener Fälle.
› Überprüfung der mediativen Handlungsspielräume.
› Weiterentwicklung der eigenen professionellen Haltung als MediatorIn.
Inhalt
› Vorstellen von Mediationen, Fallfragen und beruflichen Situationen der Teilnehmer.
› Vertiefung und Festigung des Prinzips und der Grundsätze der Mediation.
› Arbeit mit den Grundsätzen der Mediation, wie zB. Lösungsorientierung, Ressourcenstärkung, Zukunftsrichtung.
› Beleuchtung von Denkmustern, Glaubenssätzen und Haltung.
› Praxistransfer in den beruflichen Alltag.
→ Recht für Mediatorinnen und Mediatoren
(Spezialangebot der Akademie Sichtweisen für zukünftige MediatorInnen ohne juristische Vorkenntnisse)
Inhalte
› Überblick über die wichtigsten Rechtsnormen des Schweizer ZGB
› Detaillierung im Bereich der für Familienmediationen wichtigsten Rechtsnormen des ZGB
→ Familienmediation
Inhalte
› Kindersitzung, Budgetermittlung, Unterhaltsberechnung, Unterschiede Trennungs- und Scheidungsmediation anhand von (Echt-)Fallbeispielen
› Haltung als Mediatorinnen und Mediatoren, Relevanz der Co-Mediation
› Rolle des Rechts, juristische Berater, Behörden (KESB), Unterscheidung von anwaltlichem und gerichtlichem Vorgehen und Mediation
› Vorgehen bei Ambivalenzen, drängender Zeit (Kurzmediation), Mehrgenerationen
und noch viel mehr
→ Wirtschaftsmediation
Inhalte
› Auftragsklärung, Pre-Mediation und Konfliktdiagnose, Prozess-Design
› Akquisition, Anfragen und Offerten
› Hierarchie, Macht und Freiwilligkeit in der Wirtschaftsmediation
› Emotionale Prozesse
› Besonderheiten und Stolpersteine in der Wirtschaftsmediation
› Mediation, mediative Klärung, Einzelgespräche
› Vorgehen, Erkenntnisse und Resultate anhand von Praxisbeispielen der Referenten (was hat funktioniert, was nicht?)
› Austausch zu eigenen Fragestellungen